Träume und Schäume
 



Träume und Schäume
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tage und gedanken

sprachlos

bodenloses
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entsetzen

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trauer

endlose
fragen

sinnlose
hoffnung

hoffnungsloses
sterben


ein freund hat sich heute nachmittag das leben genommen und seinen behinderten sohn mitgenommen.

27.3.04 01:34


sorgen

eisenring
um mein herz

steinschwerer
kloss im hals

tränenstau
hinter der stirn

auch das
bin ich

nicht oft
aber doch
12.3.04 15:45


ein buch

ich solle meine gedichte publizieren
schreibt mir ein freund
ein buch machen
er würde helfen einen verlag zu suchen
ein buch!

aber jetzt fühle ich mich schon unter druck
das ist dann viel arbeit bis zum druck
ich muss noch mehr gedichte schreiben

aber ich schreibe ja gar keine gedichte
sie werden mir geschenkt
fliegen mir zu
sind plötzlich einfach da, in mir
ich kann es nicht befehlen
nicht wollen
und erst recht nicht müssen

mir gefällt diese form hier
dichter weblog
geben und nehmen
gegenseitige inspiration

frei schreiben
was spass macht
was ich spüre
mit lust und freude
nicht als arbeit

doch kein buch
noch nicht
3.3.04 21:07


vergessen


sachte
schwingt
das vergessen
sieht mich nicht

schweigend
warte ich
werde
mich vergessen


Es stimmt, das übersetzen solcher texte ist schwierig. übersetzen ist immer auch interpretieren. ich habe trotzdem versucht, mein französisches gedicht l'oubli zu übertragen.
29.2.04 13:07


Der Traum und Anmerkungen zum Gedicht

die wolfsfrau





Heute einmal, entgegen meiner Gewohnheit, ein längerer Text:


Diesen Traum habe ich am 26. Januar 2004, wenige Tage nach meiner Hüftoperation, im Spital geträumt. Ich habe ihn gleich am Morgen in mein Tagebuch geschrieben.


Der Traum beginnt hier im Spitalzimmer. Ein paar Schwestern holen mich ab und führen mich weg. Mein Bein ist noch schwer und steif. Sie führen mich in einen Raum, der aussieht wie eine uralte Kirche, mit dunklem, sichtbarem Gebälk. In einer kleinen Sakristei werde ich umgezogen. Es sind nun einfach ein paar Frauen um mich herum.Sie legen mir seltsame Kleider an, indianischer Art, würde ich sagen, Lederleggins, ein Fransenhemd und darüber einen wundervollen, weiten Mantel aus Wolfsfell, verziert mit Schwänzen und anderem Fell, das wie Augen, Wolfsaugen, eingesetzt ist. Der Mantel ist wunderbar warm und gibt mir ein Gefühl der Sicherheit und der Stärke. Dann bekomme ich einen Kopfputz aufgesetzt, der aus einem Wolfskopf, der wunderschön präpariert ist und Federn besteht. Ein kleiner Rest Angst bleibt mr. (der Wolf war jahrelang mein Ur-Angsttraum-Tier). Dann wird auch mein Gesicht bemalt, ich kann nicht sehen, wie ich aussehe, aber ich fühle mich stark und wunderschön.


Durch eine kleine Seitentür werde ich ins Freie geschoben und bin allein. Niemand hat mir gesagt, wohin ich gehen muss. Ich befinde mich in einer verschneiten Landschaft, links steigt ein Wald steil an, rechts sind Höfe, Häuser, kleine Weiler verstreut in der LAndschwaft. Ich gehe an den Häusern vorbei, auf den Wald zu. Je weiter ich gehe, schreite in meinem Ornat, umso leichter fällt mir das Gehen. Ich gehe einem kleinen Pfad entlang, weiter durch den Wald, überquere plötzlich eine belebte Skipiste, doch niemand scheint mich zu bemerken.


Dann finde ich mich auf einer kleinen Lichtung wieder, vier Frauen sitzen da, in Wildlederkleidung und mit langen, grauen Haaren. Sie schauen mich lange schweigend an. Dann sagt eine von ihnen: « Ouïne aï! » und die andern nicken. Ich weiss, dass sie gesaagt hat: « Sie ist es! » . Und plötzlich ist mir bewusst, das ich Trägerin einer wichtigen Botschaft bin. Eine der Frauen nimmt ein langes, schmales, altertümliches Messer, fast ein Stilett in die Hand und ritzt die Innenseite meines Oberschenkels, so dass ein kleines Rinnsal mein Bein entlangläuft und in den Schnee tropft, wie Menstrualblut. Ich gehe dann weiter, und dank des Blutes weiss ich, dass ich mich nicht verirren kann. Der Wald wird dichter und dichter, wilder und urtümlicher. Ich schreite, ohne Schmerzen, erwärmt und beschützt von meinem Wolfsmantel.


Dann gelange ich an einen Ort, wo die Landschaft ein nartürliches Amphitehater bildet. Viele Menschen sitzen dort, und als ich erscheine, geht ein Raunen durch die Menge. Auf einem kleinen freien Platz sitzen wieder einige Frauen, jede anders gekleidet, wie aus einer anderen Zeit oder einem anderen Erdteil. Die einzige Person, die ich kenne, Frau Dr. Magnan, eine Psychiaterin. Sie ist älter und breiter, noch mütterlicher als in Wirklichkeit. Sie lächelt mir zu. Ich stehe nun da, in der Mitte, gekleidet in dieses Wolfsornat, und ich fühle mich wie in meiner Pastorinnenzeit, bevor ich eine Taufe oder das Abendmahl feierte.


Dann bin ich plötzlich ausserhalb und beobachte mich. Die Wolfsfrau sinkt zu Boden, und aus ihr ertönt eine Stimme, die nicht die meine ist, und die in eienr Sprache, die ich nicht verstehe, zu sprechen anfängt. Und während die Stimme spricht, spüre ich, wie in den Menschen, die zuhören, und auch in mir die Angst, die Urangst, die Lebensangst schwindet und einem grossen, guten Mut Platz macht.


Und dann ist alles vorbei, ich stehe in meinen normalen Kleidern am Platz der Wolfsfrau, der Mantel liegt zu menen Füssen, und ich bin wieder ganz ich. Frau Dr. Magnan nickt mir zu und sagt: « Impressionnant! Non, vous n’êtes pas malade. C’est en vous. N’ayez pas peur ! » (« Beeindruckend ! Nein, Sie sind nicht krank. Es ist in Ihnen. Haben Sie keine Angst! »)





Hier endet der Traum.


Anzumerken ist, dass ich, als ich dies träumte, noch keine Ahnung von der Symbolik der Wolfsfrau in verschiedensten Mythologien hatte. Ich habe den Traum der Ärztin erzählt, als ich sie letzthin traf, und sie sagte mir, dass laut Freud die Wölfin der Archetyp der Urmutter sei, der Mütterlichkeit schlechthin (La Mère Universelle). Und sie dagte auch, dass dies ein sehr guter Traum für eine Frau in der Lebensmitte sei, ein Zeichen des Reifens und der Fähigkeit, wirklich für andere zu sorgen.


Ich habe dann auch ein wenig auf dem Internet gesucht und einige Texte gefunden, die mich total erstaunt haben, weil ich sie ja noch nicht kannte, als ich träumte.



Die Wolfsfrau


La Loba


White Wolf Woman
21.2.04 16:27


alte gedichte

ob ich wirklich
die alten gedichte hier veröffentlichen soll?
manchmal finde ich sie selbst
zu kitschig
zu rührselig
und doch so wahr.
ich war so jung damals.
warum schämt man sich manchmal bloss,
jung gewesen zu sein??
17.2.04 00:59


ich muss weg

für ein paar tage
zwei wochen vielleicht
bis bald!
19.1.04 00:50


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